Fuerteventura ist ein Reiseziel für Urlauber aus aller Welt. Tatsächlich wird die Insel sehr gerne von Briten und Deutschen besucht, doch man sollte nicht erwarten, dass sich deren Einflüsse in der einheimischen Küche niederschlagen. Ganz im Gegenteil, denn Urlauber sollten undbedingt die einheimischen Spezialitäten ausprobieren, da diese auch dem warmen Inselklima angepasst sind - es ist zu raten, einmal die eigenen Essgewohnheiten etwas in den Hintergrund zu stellen, denn eine Entdeckungsreise - auch kulinarischer Natur - lohnt sich!
Gleichzeitig sollen kulinarisch eher konservative Gäste versichert sein: Es gibt genügend Restaurants auf Fuerteventura, die Gerichte anderer Nationalitäten servieren, wie etwa Italiener, Inder, Chinesen, Briten und Mexikaner.
Die fuerteventurische Küche ist kaum von der für die Kanarischen Inseln typische Gastronomie zu unterscheiden: Fisch, Obst und Gemüse sowie verschiedenste Käsesorten zeichnen die kulinarische Welt der Insel aus. Um die Gerichte abzurunden und um wahre Geschmacksexplosionen zu kreieren, reichen Einheimische zu ihren Speisen alle möglichen Dips und Saucen. Auch viele Fleischgerichte lassen sich auf der Speisekarte finden.
Auf Fuerteventura kommen Fischliebhaber keinesfalls zu kurz: Die beliebtesten und meistservierten Fische sind hier Seebarsch, Seebrasse, Thunfisch, Hai und Schwertfisch. Fischgerichte werden meist mit Gemüse und einer Vielfalt an Saucen gereicht, von denen Mojo wohl die Bekannteste ist.
Auch Meeresfrüchte stehen auf Fuerteventura auf dem Speiseplan: Shrimps, Krabben, Hummer, Oktopus und Kalmar erfreuen sich sowohl bei Einheimischen als auch bei Urlaubern großer Beliebtheit.
Das fast schon allgegenwärtige Mojo wird aus viel Knoblauch, Paprika, Kumin und Olivenöl hergestellt und mit vielfältigen Aromen (wie etwa Zitrone und Essig) verfeinert. Diese Sauce wird zu fast allen Speisen serviert, von Fleisch- und Fischgerichten bis hin zu den berühmten Papas Arrugadas (Runzelkartoffeln).
Gemüse wird besonders gerne in Eintopf- und Suppenform gereicht. Diese werden oft mit Gofio einem Getreide, das auch statt Brot gereicht wird, eingedickt. Wenn schon von Gemüse die Rede ist, so sind die Papas arrugadas ein Muss, wenn man sich durch die einheimische Küche durchkostet, denn in Kombination mit Ziegenkäse sind sie Teil der kulinarischen Identität Fuerteventuras und der gesamten Kanarischen Inseln.
Außerdem sollte man damit rechnen, auf Fuerteventura auch über spanische Leckerbissen zu stolpern. So kann man auf der Insel Tortillas, Paellas und Tapas sowohl als Snack zwischendurch als auch als vollwertige Mahlzeit zu sich nehmen.
Spricht man von Käse, so muss erwähnt werden, dass auf Fuerteventura eine jahrhundertealte Tradition in der Herstellung von Ziegenkäse gepflegt wird. So kann man sich wohl vorstellen, dass die Vielfalt an Aromen und Geschmäckern der verschiedenen Käsesorten eine Geschmacksexplosion der ganz besonderen Art mit sich bringt und Käseliebhabern den Mund wässrig macht. Der Queso majorero ist jener Käse, für den die Insel berühmt ist und der einzigartig auf Fuerteventura ist.
Hinzu kommt das reichhaltige Angebot an exotischen Früchten, die auf Fuerteventura wachsen und die typischen Süßspeisen der Insel unwiderstehlich machen. So sollte man bloß nicht an der Bienmesabe, einer süßen Versuchung aus Honig, Eiern, Rum und Mandelcreme, vorbeigehen, ohne sie gekostet haben, denn die Creme verdient ihren Platz in der Küche Fuerteventuras.
Um dem Besucher ein Bild über die Angewohnheiten der Einheimischen zu geben, sollten Urlauber wissen, dass man auf Fuerteventura ein frühes Frühstück (desayuno) zu sich nimmt, welches grundsätzlich von einem Milchkaffee und den sogenannten Churros (Brandteiggebäck umhüllt von Schokolade) begleitet wird.
Das Mittagessen (comida) findet meist zwischen 2 und 4 Uhr nachmittags statt, dafür nehmen Einheimische für gewöhnlich ihr Abendessen (cena) nicht vor 9 Uhr ein, auch wenn es einige Restaurants gibt, die, um den Hunger der Urlauber zu stillen, bereits um 6 Uhr ihre Pforten öffnen.
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